Wie gut ist der Einsatz von Eisspray im Sport?

Grundsätzlich gilt: Bei Prellungen und schweren Stauchungen ist Eisspray ein adäquates Mittel, um einen weiteren Bluterguss, der gleichbedeutend mit einer Schwellung ist, zu verhindern. Die Wirkungsweise des Eissprays ist klar: Die Kälteflüssigkeit, die auf der von der Verletzung betroffenen Stelle aufgesprüht wird, bewirkt das Zusammenziehen der Blutgefäße und damit eine Ausdehnung an dieser Stelle. Der Vorteil eines Eissprays gegenüber Eiswürfel oder kalten Umschlägen ist eindeutig: Zum einen lassen sich die verletzten Stellen mit einem Spray sehr genau treffen. Zum anderen ist das Eisspray deshalb vorteilhaft, weil damit nicht die Gefahr besteht, dass es bei den verletzten Körperflächen zu Erfrierungen der Hautoberfläche kommen kann. Diese Gefahr bestünde durchaus, wenn die Eiswürfel ohne eine weitere Unterlage auf die empfindliche Haut treffen würden.

Im Gegensatz zu kalten Umschlägen, deren Kältewirkung nicht so groß ist wie bei Eiswürfeln oder Eissprays, hat das Spray den Vorteil, dass die sehr niedrige Kühltemperatur schnell und effektiv die Blutgefäße verengt. Bei kalten Umschlägen lässt die kühlende Wirkung schnell nach und wirkt auch nicht tief, weil der Wärmetransport über die Haut den kühlenden Effekt bremst. Zudem ist die flächig aufgetragene Eisspray-Schicht noch für längere Zeit in den notwendigen niedrigen Temperaturbereichen wirksam, weil eine Art von Tiefenwirkung erzielt. Das heißt: Nicht nur die Hautoberfläche wird durch die niedrige Temperatur und Kälte beeinflusst, sondern auch die darunter liegenden Schichten bis hin zu den größeren Blutgefäßen, die für die Schwellungen ausschlaggebend sind.

„Eiswürfeln tun es doch auch“ – meinen viele Sportler, die dann aber schon Mühe haben, die Eiswürfel aus den Kälteboxen in Tücher zu wickeln, um sie dann auf die verletzten Stellen zu legen. Die Folge dieser umständlichen Prozedur: Der Kälteverlust ist groß, da die Eiswürfel anfangen zu schmelzen, das kalte Wasser in den Tüchern wirkt zugleich nicht mehr auf den verletzten Stellen direkt ein oder nur mit verminderter Wirkung. Auch eiskalte Bandagen sind da nicht immer hilfreich. Weitere Verletzungen könnten verschlimmert werden. So ist das Eisspray mit den gleichbleibenden Temperaturen sowohl den Eiswürfeln wie auch Tüchern, die mit kaltem Wasser getränkt sind,  überlegen. Die Konstanz der Temperatur, die Leichtigkeit beim Transport des Eissprays sowie die günstige zu platzierende Dosierung des Spraydoseninhaltes favorisieren diese Art von Behandlungsmethode bei Prellungen und Stauchungen. Außerdem ist das Eisspray für die behandelnden Sanitäter, Masseure sowie für das weitere medizinische Personal sehr einfach, schnell und bequem zu handhaben.

Außerdem ist der Vorteil erwähnenswert, dass beim Einsatz von Eisspray keinerlei Gefahr besteht, dass eine Wunde dadurch antibakteriell belastet wird – im Gegensatz zur Eiswürfeln oder der Methode mit Kühlumschlägen.

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