Wie sieht eine Saisonvorbereitung in der Leichtathletik aus?

Leichtathletik ist eine sehr besondere Einzelsportart, bei welcher es, je nach Disziplin, vor allem auf die Physis ankommt. Leichtathleten benötigen eine hohe allgemeine Fitness und dazu natürlich viele disziplinbezogene Attribute wie zum Beispiel Schnelligkeit bei einem Sprinter oder Sprungkraft bei Disziplinen wie Hoch- oder Weitsprung. Dann gibt es natürlich auch noch Athleten, welche an Zehnkämpfen oder ähnlichen Wettbewerben teilnehmen. Derartige Leichtathleten müssen echte "Allrounder" sein und aus diesem Grund ein sehr umfangreiches und vielseitiges Trainingsprogramm absolvieren. Doch wie sieht eigentlich eine "Saisonvorbereitung" in der Leichtathletik aus? Wie bereiten sich die Athleten auf wichtige Turniere und Wettkämpfe vor und welche Dinge gilt es dabei zu beachten?

Die Saisonvorbereitung in der Leichtathletik ist sehr speziell

Anders als bei Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Basketball finden in der Leichtathletik Wettbewerbe und Turniere nicht in einem wöchentlichen Rhythmus statt. Dies gilt für den Profi- sowie für den Amateurbereich. Athleten des DLV (Deutscher Leichtathletik-Verband) haben in diesem Zusammenhang viel mehr Zeit um sich auf einen großen Wettkampf oder ein wichtiges Turnier vorzubereiten. Die lange Vorbereitungszeit muss jedoch sinnvoll genutzt werden und um am Tag des Wettkampfes auf den Punkt genau in Bestform zu sein, ist es wichtig, dass mit einem durchdachten System trainiert wird. Die Leichtathletik-Vorbereitung im Bereich der Jugend, Damen und Herren ist damit sehr speziell und kann nur geringfügig mit anderen Sportarten verglichen werden.

Allgemeines Kraft- und Ausdauertraining verbunden mit disziplinspezifischem Training

Grundsätzlich benötigen Leichtathleten einen zu hundert Prozent durchtrainierten Körper. Sie absolvieren in der Vorbereitungszeit daher auf der einen Seite allgemeines Krafttraining und Ausdauertraining und auf der anderen Seite ist es natürlich wichtig, dass sie ebenfalls disziplinspezifisches Training absolvieren. Ein Sprinter verbringt in diesem Zusammenhang viel Zeit im Kraftraum und absolviert hier ein Ganzkörpertraining, welches beispielsweise die bekannten Grundübungen Bankdrücken, Kniebeugen und Kreuzheben beinhaltet. Auf der anderen Seite müssen die Athleten natürlich auch auf der Laufbahn trainieren und jede Menge Sprints absolvieren. Das Krafttraining ist wichtig, da eine ausgeprägte Muskulatur maximale Energie erzeugt und die so genannte "Schnellkraft" extrem wichtig ist, um 100, 200 oder sogar 400 Meter in Bestzeit zu laufen. Die Vorbereitung in der Leichtathletik beinhaltet aus diesem Grund stets allgemeines Fitness- und Ausdauertraining und disziplinbezogenes Training, bei welchem die jeweiligen Disziplinen wie Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen oder Speerwerfen simuliert werden. Hierbei ist es auf der einen Seite wichtig an der korrekten Technik zu arbeiten und auf der anderen Seite muss jeder Athlet versuchen, seine Trainingsleistungen von Woche zu Woche zu steigern. Hierbei kommen natürlich auch Trainingshilfen zum Einsatz, welche das Training erleichtern oder auch zusätzlich erschweren können - beispielsweise das Laufen mit Zusatzgewichten. Auch in der Leichtathletik-Vorbereitung wird natürlich mit einer steigenden Trainingsintensität gearbeitet, sodass die Trainingsbelastung von Woche zu Woche erhöht wird, wobei jeder Athlet am Tag des Wettkampfes seine persönliche Leistungsspitze erreichen sollte.

Diese Dinge sollten beim Training unbedingt beachtet werden

Da in der Leichtathletik-Vorbereitung mit einer hohen Trainingsintensität und einem zugleich hohen Trainingsvolumen gearbeitet wird, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Athleten ausreichend Zeit zur Regeneration erhalten. Dazu sind die Aspekte Schlaf und Ernährung besonders wichtig. Ohne ausreichende Regeneration zwischen den Trainingseinheiten kann der Körper schnell mit "Übertraining" reagieren. Für die Vorbereitung auf einen großen Wettkampf wäre Übertraining fatal, weshalb es wichtig ist, dass die Leichtathleten schon in der Jugend lernen auf ihren Körper zu hören. Die Vorbereitung bei Leichtathleten des DLV verläuft grundsätzlich natürlich ohne den Einsatz von Doping. Doping würde dafür sorgen, dass die Sportler sich beispielsweise schneller regenerieren würden, da die Sportler bei sämtlichen Turnieren jedoch konsequent auf den Einsatz von Doping getestet werden, stellt der Dopingeinsatz natürlich keine Basis für eine gesunde und erfolgreiche Vorbereitung dar. Beim Training sollte stets mit Trainingshilfen gearbeitet werden, da diese dafür sorgen können, dass auch austrainierte Leichtathleten neue Trainingsreize bekommen und dadurch weitere Fortschritte machen können.

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