Wie viele Hürden gibt es beim Hürdenlauf?

In der Leichtathletik ist der Hürdenlauf eine der anspruchsvollsten und für Zuschauer reizvollsten Disziplinen. Männliche und weibliche Athleten absolvieren beim Hürdenlauf jeweils zwei Sprintstrecken. Frauen laufen über Distanzen von 100 m und 400 m. Männer legen Läufe über 110 m und 400 m zurück. Bei Indoor-Veranstaltungen finden für beide Geschlechter Hindernisläufe über 60 m statt. Im Jugend-Bereich werden auch Hindernisläufe über 80 m ausgetragen. Die Strecke von 200 m wird schon seit längerem bei internationalen Wettbewerben nicht mehr gelaufen.

Bei den Männern haben die Hürden auf der 110 m Bahn eine Höhe von 106,68 cm. Auf der 400 m Strecke beträgt die Hürdenhöhe für Männer 91,44 cm. Frauen müssen auf der kurzen Sprintstrecke Hürden mit einer Höhe von 83,82 cm überwinden und laufen auf der 400 m Runde über Barrieren mit einer Höhe von 76,20 cm. Bei den Hürdenlauf-Wettbewerben über 100/110 m und 400 m werden 10 der Hindernisse aufgestellt. Bei Indoor-Wettkämpfen stehen auf der 60 m Kurzsprintbahn 5 Kipphürden. Jugendliche müssen während eines 80 m Laufs 8 der mobilen Barrieren überwinden.

Beim Männer-Sprint über 110 m steht die erste Hürde 13,72 m nach der Startlinie. Die weiteren Kipphürden werden im Abstand von 9,14 m aufgestellt. Das letzte Hindernis steht im Abstand von 14,92 m zur Ziellinie. Bei den Frauen kommt nach dem Start auf der 100 m Strecke die erste Hürde nach 13 m. Die weiteren Abstände betragen 8,50 m. Vom letzten Hindernis bis zum Ziel sind es 10,50 m. Auf der 400 m Distanz sind die Abstände zwischen den 10 Hürden für Männer und Frauen gleich. Die erste Hürde folgt nach einem Sprint von 45 m. Die Abstände zwischen den folgenden Hürden betragen 35 m. Von der letzten Hürde bis ins Ziel sind es 40 m.

Die ersten Hürdenläufe wurden in der Frühzeit der modernen Leichtathletik um das Jahr 1830 in England ausgetragen. Die Hürdensprints über 100 Yards (91,44 m) wurden allerdings nur von Männern absolviert. Im Jahr 1864 wurde die Laufdistanz um 20 Yards auf 109,70 m verlängert. Bereits damals wurden 10 Hürden auf der Strecke aufgestellt - die Anzahl der Hürden hat sich bis heute nicht verändert. Die Höhe der Hindernisse betrug 1,07 m. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Laufstrecke metrischen Maßen angepasst und auf 110 Meter gestreckt.

Der erste Hürdenlauf über eine Stadionrunde fand im Jahr 1860 in Oxford statt. Die gelaufene Distanz betrug 402,34 m. Damit entsprach dieser Lauf in etwa dem heutigen 400 m Hürdenlauf. Allerdings wurden damals noch 12 Hindernisse auf der Bahn platziert. Die Barrieren auf der 400 m Distanz waren 1 Meter hoch und massive Konstruktionen. Zur Vermeidung von Verletzungen wurden 1895 leichtere und umstoßbare Kipphürden eingeführt. Bis in die dreißiger Jahre durften die Läufer maximal 3 der Hindernisse reißen. Ab der vierten umgeworfenen Hürde erfolgte die Disqualifizierung. Heute ist das Reißen aller Kipphürden erlaubt, sofern es nicht absichtlich und aus dem natürlichen Bewegungsablauf des Läufers heraus erfolgt.

Die heutigen Kipphürden sind in L-Form ausgeführt und kippen schon bei leichter Berührung nach vorne weg. Diese Innovation hat eine neue Lauftechnik befördert und führte zu schnelleren Zeiten. Gute Hürdenläufer versuchen, die Abstände zwischen den Kipphürden mit ihrer Schrittfolge zu synchronisieren. Nur mit einem energetisch ökonomischen Laufstil und der richtigen Beintechnik können die Hindernisse ohne hohe Zeitverluste übersprintet werden. Zur Erlernung eines effektiven Laufstils setzen Trainer von Hürdenläufern Trainingshilfen ein, die Sprungkraft und Laufrhythmus des Athleten verbessern. Für Kinder und Jugendliche, die an den Hürdenlauf herangeführt werden sollen, stehen Trainingshilfen in Form von Hindernissen mit variabel einstellbaren Höhen zur Verfügung.

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