Wo liegt der Unterschied zwischen Hallen-, Feld- und Beachhandball?

Handball ist eine der beliebtesten Ballsportarten Deutschlands, deren Ursprünge bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Heutzutage wird auf einem 40 mal 20 Meter großen Spielfeld in der Halle gespielt. Die Spielzeit beträgt zweimal 30 Minuten, dazwischen gibt es eine 15-minütige Halbzeit. In C- und B-Jugend werden lediglich zweimal 25 Minuten gespielt, in E- und D-Jugend zweimal 20.

Beim Spiel stehen sich zwei Mannschaften mit jeweils sechs Feldspielern und einem Torwart gegenüber. Auf der Bank dürfen nochmal sieben Akteure Platz nehmen, die beliebig oft ein- und ausgewechselt werden können. Neben dem Torwart laufen Links- und Rechtsaußen, Halbrechter und Halblinker, Kreisläufer und ein Mittelmann auf. Ziel ist es, mehr Tore zu werfen als der Gegner.

Besagte Tore sind zwei Meter hoch und drei Meter breit. An beiden Seiten befinden sich die sogenannten Torpfosten, oben die Querlatte. Die Tore müssen fest stehen. Nach der ersten Halbzeit eines Spieles werden die Seiten gewechselt. Feldspieler dürfen mit dem Handball in der Hand lediglich drei Schritte machen und bewegen sich ansonsten – mit Handball – prellenderweise vorwärts – wobei das Spielgerät durchgängig geprellt werden muss und lediglich zweimal in die Hand genommen werden darf. Geschieht dies hintereinander öfter, ist der Schiedsrichter – Unparteiische pfeifen, abgesehen von den ganz unteren Klassen, zu zweit und es gibt einen Feld- sowie einen Torschiedsrichter – gezwungen, dies abzupfeifen. Jedoch sind das lediglich zwei von vielen Regeln, die es für Spieler und Schiedsrichter zu beachten gilt. Bei regelwidrigen Handlungen sehen die Statuten vor, den „Übeltäter“ progressiv, also mit gelber beziehungsweise roter Karte oder Zweiminuten-Strafen zu belegen. Bei der dritten Zeitstrafe erhält ein Akteur automatisch die rote Karte und muss das Spielfeld verlassen. Seine Mannschaft darf nach zwei Minuten aber „auffüllen“, also einen neuen Handballer auf das Feld schicken. Hindert ein Foul einen Spieler an einem Torerfolg, wird dies zudem mit einem Siebenmeter, also einem Strafwurf, geahndet.

Um den Kontrahenten vor größtmögliche Probleme zu stellen und sich bestmöglich auf das Spiel vorzubereiten, werden im Rahmen des Handballtrainings spezifische Handball Trainingsübungen zu Abwehr- und Torwartspiel, Wurfvarianten, Positionsangriff, Tempogegenstößen und Körpertäuschungen angeboten. Im Profi-Bereich – also zumindest der ersten und zweiten, in Teilen sogar in der dritten Liga – oder den ganz hohen Jugendklassen (Jugend-Bundesliga) findet das Handballtraining bis zu neunmal pro Woche statt, was bedeutet, dass die Sportler ihre Handball Trainingsübungen mehr als drei Stunden am Tag unter Anleitung des Trainers zu absolvieren haben.

Damit auch Kinder den Spaß am Handballtraining und -spiel nicht verlieren, gibt es verschiedene Ballgrößen. Herren-Teams und die männliche A-Jugend spielen mit einem Ball in Größe III, der einen Umfang von 58 bis 60 Zentimetern haben muss. Für Frauen-Mannschaften, weibliche B- und A-Jugend sowie männliche C- und B-Jugend ist ein Spielgerät in Größe II (54 bis 56 Zentimeter) vorgesehen, für die Kinder darunter ein solches in Größe I.

Entwickelt hat sich die heutige Sportart aus dem Feldhandball – wobei es einen Unterschied zwischen Großfeldhandball und Kleinfeldhandball gibt. Feldhandball (Großfeld) spielt man auf einem Fußballplatz mit elf Akteuren pro Team. Das Spielfeld ist in drei Abschnitte unterteilt. Allerdings gibt es den Großfeldhandball im Grunde genommen nicht mehr, da er seit dem Ende der 1960er-Jahre mehr und mehr vom Feldhandball abgelöst wurde und nur noch sporadisch, im Rahmen von Nostalgie-Spielen oder ähnlichem, gespielt wird. Feldhandball auf dem Kleinfeld gibt es im Unterschied dazu vor allen Dingen bei Jugendturnieren im Sommer noch immer. Gespielt wird nach den heutigen Handballregeln.

Im Kommen ist darüber hinaus die Trend-Sportart Beachhandball. Vor allen Dingen in der spielfreien Zeit im Sommer nehmen viele Hallenhandballer an Turnieren auf Sand teil. Auf dem Spielfeld, das 27 mal zwölf Meter misst, stehen dabei insgesamt vier Spieler, darunter ein Keeper, die sich in zwei unterschiedlich voneinander gewerteten Halbzeiten, die jeweils zehn Minuten umfassen, duellieren. Anders als in der Halle zählen Treffer, je nach Art des Abschlusses, mehr als nur einen Punkt. In Deutschland gibt es die German Open, auf europäischer Ebene den Champions Cup.

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