Woher kommt der Name Medizinball?

Ein Medizinball ist ein etwa 0,8 bis zehn Kilogramm schwerer Ball. Gefertigt ist dieser entweder aus sehr dickem Leder oder einem speziellen Gummimaterial. Die gängigsten Modelle besitzen einen ungefähren Durchmesser von 30 bis 35 Zentimetern, sowie ein Gewicht von durchschnittlich 5 Kilogramm. Dabei handelt es sich um einen Vollball, sprich ein Ball der nicht mit Luft aufgepumpt wurde. Dieser war nämlich, anfangs mit Wildhaaren, später dann mit einem Granulat („Korggranulat“) gefüllt.

Die eigentliche Begriff bzw. Name "Medizinball" stammt aus den Vereinigten Staaten. Dort wurden diese speziellen Bälle im Bereich der Medizin verwendet, da beim Werfen und Fangen eines solchen Medizinballs sämtliche Muskeln und Gelenke beansprucht wurden. Als Erfinder des Medizinballs gilt William Muldoon, der von 1853 bis 1933 in New York City gelebt hat. Muldoon war hauptberuflich als Polizist tätig und nahm in seiner Freizeit an diversen Box- und Ringturnieren teil. Beim Trainieren band er den Medizinball erstmalig in sein Training ein und entwickelte sogar spezielle Übungen mit diesem Trainingsgerät. Wann genau dieser spezielle Ball von den Vereinigten Staaten bis in die Bundesrepublik Deutschland seinen Weg fand kann nicht genau datiert werden. Verschiedene Historiker und Experten schätzen, dass Medizinbälle erstmalig zwischen 1925 und 1933 hierzulande zum Einsatz kamen.

Verschiedensten Übungen sind möglich!

Auch wenn es sich bei einem solchen Ball um ein sehr veraltetes Trainingsgerät handelt, findet er auch in der heutigen Zeit noch Anwendung. Der Medizinball eignet sich beispielsweise sehr gut, um Explosivität und Dynamik zu trainieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Trainingsgeräten mit Gewichten, eignet sich ein solcher Medizinball nämlich bestens für verschiedene Wurfübungen. Durch kräftiges Hin- und Herwerfen des Medizinballs zusammen mit einem Trainingspartner, oder durch schwungvolles Werfen gegen eine Wand, kann die eigenen Rumpfmuskulatur gestärkt werden.

Ein Medizinball kann jedoch nicht nur zum Werfen verwendet werden, sondern dient auch sehr gut als eine Art zusätzlicher Schwierigkeitsgrad bei verschiedensten Übungen. Aus einfachen und gewöhnlichen Bewegungsamplituden kann mit Zunahme eines Medizinballs eine durchaus anspruchsvollere Übung werden. Als Paradebeispiel gibt es an dieser Stelle die Liegestütze, bei denen die Hände jeweils auf zwei Medizinbällen liegen. Um zu verhindern dass man dabei nicht zu einer Seite hinweg kippt, muss zusätzlich die Rückenmuskulatur benutzt werden. Dies ist jedoch nur eine von zahlreichen Übungen, die mit Hilfe eines Medizinballs durchgeführt werden können. Es lassen sich nämlich die verschiedensten Bereiche mit Hilfe eines Medizinballes trainieren. Dazu zählen beispielsweise der Po, die Beine, der Bauch, die Rückenmuskulatur oder die Schultern. Wichtig beim Trainieren der einzelnen Körperpartien ist es jedoch, dass die Übungen von einer fachlich geschulten Person überwacht werden. Nur so ist wirklich sichergestellt, dass verschiedene Muskelpartien nicht überdehnt oder falsch belastet werden. Sonst besteht nämlich die Gefahr auf langfristige Schäden in diesen Bereichen.

Medizinballtraining im Fußball

Auch im Profisport, sprich in der ersten Bundesliga, gab es vor einigen Jahren einen wahren Verfechter des Medizinballtrainings. Die Rede ist von Felix "Quälix" Magath. Er war Cheftrainier diverser Bundesligamannschaften, darunter auch der FC Schalke 04 und der FC Bayern München. Magath war zur damaligen Zeit für seine sehr harten Trainingsmethoden bekannt. Darunter befand sich auch das Trainieren mit einem Medizinball. Felix Magath ließ vor allem körperlich schwächere Spieler bis zur völligen Erschöpfung mit Medizinbällen verschiedenster Gewichtsklassen trainieren. Dadurch sollte das Durchsetzungsvermögen und die Dynamik einzelner Spieler verbessert werden.

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