Wann wird beim Eishockey Abseits gepfiffen?

Eishockey ist weltweit eine der populärsten Mannschaftssportarten und eine der beliebtesten Sportarten überhaupt. Über den gesamten Globus verteilt, verfolgen Millionen von Enthusiasten eine Vielzahl von Spielen in den jeweiligen Landesligen oder während der internationalen Turniere. Auch in Deutschland genießt dieser Sport eine sehr hohe Aufmerksamkeit.

Doch gerade im Laufe der letzten Jahre, aufgrund der gestiegenen Dynamik und Athletik dieses Spiels, wurde es für die Zuschauer immer schwerer, dem Spiel folgen zu können. Teilweise wirkt dieser Sport mittlerweile so schnell und explosiv, dass es den Zuschauern schwer fällt, einen Überblick über das Geschehen auf dem Feld beizubehalten, ganz egal, ob sie es vor dem Fernseher oder innerhalb einer Eishalle verfolgen.

Für eine bessere Übersicht, ein erhöhtes Verständnis vom Spiel und somit auch einen ungestörten Genuss beim Zuschauen erscheint es mittlerweile unabdingbar, sich zumindest mit den grundlegenden Regeln dieser Sportart auseinanderzusetzen. Eine dieser Vorgaben, mit der man sich wenigstens in Grundzügen mal vertraut gemacht haben sollte, ist die Abseitsregel, die von den Spielern einer Eishockeymannschaft stets beachtet werden muss, um einen ungestörten Spielfluss zu gewährleisten.

Grundsätzlich stellt das Abseits beim Eishockey eine Norm im Regelbuch dar, die genau wie bei den anderen Sportarten, in denen sie gebraucht wird, den Angriff einer Mannschaft regelwidrig macht und gegebenenfalls durch diesen Angriff erzielte Tore ungültig werden lässt.

Das reine Abseits beim Eishockey wird immer dann zurückgepfiffen, wenn sich mindestens ein Spieler der angreifenden Mannschaft mit beiden Schlittschuhen im gegnerischen Verteidigungsdrittel befindet, noch bevor der von der eigenen Mannschaft gespielte Puck die blaue Linie komplett überschritten hat. Hierzu muss man wissen, dass das Spielfeld beim Eishockey durch die jeweilige Markierungsfarbe in Zonen eingeteilt wird. Mit Hilfe der Markierungsfarbe Blau wird das Feld mittels zweier Linien in drei Zonen aufgeteilt: die Verteidigungszone, die Neutrale Zone und die Angriffszone. Hierbei sind sich die Zonen der jeweiligen Teams stets gegenüber gestellt: die Verteidigungszone des Teams A stellt also zugleich die Angriffszone des gegnerischen Teams B dar.

Wurde der Puck während der Abseitsposition eines Spielers der angreifenden Mannschaft allerdings von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft gespielt und überquert dann die blaue Linie, so zeigt der Schiedsrichter lediglich das sogenannte "verzögerte Abseits" an. Das angreifende Team hat dann die Möglichkeit, die Abseitsposition wieder aufzuheben, indem sich alle eigenen Spieler sogleich aus dem gegnerischen Verteidigungsdrittel entfernen und so zu einem Zeitpunkt dann kein Angreifer in diesem Drittel befindlich ist. Sodann haben sie wieder die Möglichkeit, das Verteidigungsdrittel des Gegners zu betreten, ohne ein erneutes Abseits auszulösen. 
Zu einer Aufhebung der verzögerten Abseitsposition kommt es auch dann, wenn der Puck das Verteidigungsdrittel des Gegners verlassen hat.

Wird auf Abseits entschieden, kommt es über die Unterbrechung des Spiels hinaus zu keiner weiteren Strafe für das angreifende Team.

Auch im Eishockey besteht dem Grundgedanken nach die Möglichkeit des verteidigenden Teams, die gegnerischen Angriffsspieler in eine sogenannte "Abseitsfalle" laufen zu lassen, indem sie die Spieler gezielt in das eigene Verteidigungsdrittel locken, noch bevor der Puck über die blaue Linie gespielt wird. Anders als im Fußball, in dem sich die Verteidiger lediglich kurz vor dem Ballabspiel schnell nach vorne bewegen müssen, ist die Bewerkstelligung einer solchen Abseitsfalle im Eishockey jedoch aufgrund der vorhandenen Regelung komplexer und kommt somit praktisch gar nicht vor.

Das Regelbuch sieht auch die Variante des sogenannten "Torraumabseits" vor, bei dem immer dann abgepfiffen wird, wenn ein Spieler sich im Torraum (dem kleinen Halbkreis um das Tor und den Torhüter herum) des gegnerischen Teams aufhält und aktiv ins Spiel eingreift oder den Torhüter behindert. Wird ein Spieler der gegnerischen Mannschaft von einem Verteidiger in den eigenen Torraum gedrängt, so wird, anstatt auf Abseits zu entscheiden, gegen den Verteidiger eine zweiminütige Strafe wegen Behinderung verhängt

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