Warum haben so viele Handballer eine Bandage am Knie?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Handballer die Bandagen meistens an einem der beiden Knie-Gelenken – oder sogar an beiden Knien - tragen. Einer der häufigsten Gründe liegt in einer zurückliegenden Verletzung. Um mehr Sicherheit bei den Sportaktionen zu erhalten, tragen deshalb viele Handballer die Bandagen, um präventiv neuen Verletzungen vorzubeugen. Denn ein Fakt ist: Das Knie ist eines der am häufigsten von Verletzungen geplagten Gelenke bei Sportlern. Vor allem Handballer und Fußballer haben – neben Volleyball- und Basketball-Spielern, häufig mit Knieproblemen zu kämpfen. Dazu kommt, dass Überlastungen und Überanstrengungen durch Sprints, Springen oder dem Laufen auf dem stumpfen Hallenboden sehr oft zu unangenehmen Schmerzen führen können. Zudem geben die Bandagen vielen Handballern oft das Gefühl, dass sie bei Stürzen ihr Knie besser mit einer Bandage schützen können oder beim Ausrutschen für ihr Knie eine sicheren Halt haben.

Diese Einschätzung kommt nicht ohne Grund zustande: Eine häufige Verletzungsart am Knie sind Bänderdehnungen oder Rupturen, wie die Seiten- oder Kreuzband-Risse auch genannt werden. Weitere häufige Knieprobleme von Sportlern sind Arthrose-Erkrankungen oder die nachteiligen Folgen von X- und O-Beinen.

Eine Kniebandage kann nach einer Verletzungszeit oder eben -  wie von vielen Handballern bevorzugt - vorbeugend beim Handballtraining oder beim Wettkampf getragen werden. Das Angebot der Bandagen, die im freien Handel erhältlich sind, reicht von schlichten Kompressionsbandagen bis zu äußerst kompakten und stabilen Kniebandagen. Diese sind sogar mit einer verstärkten seitlichen Führungsschiene erhältlich. Solche Modelle werden oft nach Operationen an dem verletzten Knie vom Arzt verordnet. Das von der Operation in Mitleidenschaft gezogene Knie bekommt so einen festeren Halt, die Bänder und Sehnen werden vorübergehend entlastet.

Nicht zu unterschätzen bei Kniebandagen ist auch die Tatsache, dass sie für Wärme in dieser Körperregion sorgen. Diese wiederum ist notwendig, um Bänder- oder Muskelverletzungen vorzubeugen. Denn bei kalten Körperstellen, die für eine Schnellbelastung bei Sprints oder ähnlichen Bewegungsabläufen benötigt werden, ist die Gefahr relativ groß, dass es zu Überdehnungen oder Zerrungen kommen kann.

Außerdem sind sie für eine Art von Kompression verantwortlich, die im Verletzungsfall das Anschwellen verhindert, beziehungsweise erschwert. Dies wiederum bedeutet, dass bei Blessuren, die einen Bluterguss oder zumindest anschwellende Gelenke zur Folge haben, die Knie-Bandage eine Ausdehnung des Blutergusses sehr einschränkt.

Zählt man die Vorteile der Knie-Bandage zusammen, so ergeben sich also gleich mehrere Gründe, die auch für nicht verletzte Handball-Spielern einen Anreiz bieten, bei ihrer Sportausübung diese Bandagen an den Knien, beziehungsweise an einem der bereits durch Verletzung in Mitleidenschaft gezogenen Knie, zu tragen.

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