Was sollte man beim Sport dabei haben, um erste Hilfe Maßnahmen zu ergreifen?

Eigentlich ist die Sache ganz einfach: Eine schmerzstillende Salbe, ein Kältespray, elastische Binden, Mullbinden, ein ätherisches Öl sowie eine Salbe, die Risswunden innerhalb kürzester Zeit schließt, gehören zur Grundausstattung für einen Erste Hilfe Koffer sowie für entsprechende Maßnahmen mit diesen Utensilien. 

Die erste Hilfe erstreckt sich zumeist auf die Bereiche kühlen, wie zum Beispiel bei einem Pferdekuss. Dagegen ist bei muskulären Verletzungen- zum Beispiel bei Schnellkraft-Anforderungen oder Überlastungen – die Fixierung der entsprechenden Körperpartie mit Hilfe einer elastischen Binde erforderlich. Bei größeren Muskel-, Muskelfaser- oder Bänderverletzung ist die Anwendung von schmerzstillenden Salben angebracht.  Dafür benötigt man auch keinen speziellen Kurs oder sonstiges. Der Erste Hilfe Koffer sollte sowohl beim Spiel als auch während dem Training greifbar sein. Es kommt auf den Grad der Schmerzen an. Im Fußball kommt es oft zu Verletzungen im Muskel oder den Muskeln. Um diese vor Ort zu versorgen, muss man auch kein Arzt sein. 

Für die Versorgung von Blutungen, wie sie beim Nasenbluten oder bei Zahnverletzungen auftreten können, sind spezielle Wattebäusche erforderlich. Deren Fasern dürfen sich nicht die Wunde oder den Blutkreislauf einbringen. Zudem ist es wichtig, dass mit sterilen Tüchern die Wunden abgedeckt, beziehungsweise von Schmutzresten gesäubert wird. 

Immer noch ein „Muss“ bei der Ausstattung eines Erste-Hilfe-Koffers für Sportler, egal ob Handballer oder Fußballer, ist das Kältespray. Dieses wird nicht nur bei den oben erwähnten Pferdeküsse am Oberschenkel eingesetzt, sondern bei allen Stauchungen und Prellungen, die den Körper betreffen. Denn die Kälteeinwirkung bewirkt, dass die Blutergüsse nicht größer werden und sich in der Regel keine weiteren Schwellungen mehr bilden. Einziger Nachteil des Kältesprays ist eine zu große Wirkung auf gesunde Haut- und Muskelpartien, die von den kurzzeitigen niedrigen Temperaturen nicht profitieren, sondern überempfindlich auf den Kältereiz reagieren können. 

Ein weiteres Utensil, das beim Wettkampfsport unentbehrlich sein sollte, ist eine Heftklammer, mit der kleinere Platzwunden versorgt werden können. Die Anwendung ist jedoch nur dann ratsam, wenn es sich um nicht tiefe und nicht sehr ausgedehnte Platzwunden handelt. Denn ab einer bestimmten Tiefe und Länge muss eine Platzwunde genäht oder „getackert“ werden. Eine Heftklammer, die nach dem Prinzip einer Klemme funktioniert, ist dann nicht ausreichend. 

Vor allem aber gilt, bei tiefen Platzwunden einerseits die Blutung zu stillen, andererseits aber auch dafür zu sorgen, dass keine größeren oder entstellenden Narben zurückbleiben. So müssen bei manchen Wunden zuallererst die Blutungen gestoppt werden. Im äußersten Notfall kann es bei Platzwunden an bestimmten Körperstellen – wie beispielsweise an  der Stirn oder an den Beinen - durchaus notwendig sein, nach dem Stillen der Blutung durch ein dickeres Verbandsmaterial auch noch einen Mullbinden-Verband an dieser Stelle anzulegen. 
Als Standard für alle kleinere Hautverletzungen sollten natürlich „normale“ Heftpflaster in allen möglichen Größen ausreichen, die über eine blutende Wunde gelegt und dann außerhalb der Verletzung festgeklebt werden, um auch hier eine dauerhafte Blutung zu unterbinden.

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