Was sind die ersten Maßnahmen bei einer Prellung?

Nach dem Besprühen der verletzten Stelle mit einem Eisspray sollten die von Zerrungen und Prellungen betroffenen Körperteile mehrere Tage mit Kühlgel behandelt, wenn möglich  hochgelegt sowie von den üblichen Bewegungen  entlastet werden. Langsame, sorgsame  Bewegungen bei einer Zerrung verbessern die Durchblutung des von der Verletzung  betroffenen Gewebes und fördern somit den Heilungsprozess. Übrigens sollte bei einer Prellung, Rippenprellung oder Verstauchung generell vorsichtig mit dieser Verletzung umgegangen werden.  Wenn die Schwellung und der Bluterguss abgeklungen sind, kann und darf auch die Flexibilität wieder mehr trainiert werden. Ob, in welchem Umfang und wie  lange mit der sportlichen Betätigung ausgesetzt werden muss, hängt vom genauen Ausmaß der Verletzung und den damit verbundenen Beschwerden ab. Gemeinsam mit einem Arzt kann darüber beraten werden, wann eine Belastung wieder möglich ist. 

Als Faustregel bei Verletzungen durch Prellungen gilt, dass Fußballer oder Handballer erst dann  wieder vorsichtig wieder mit dem Training und Dehnen beginnen können, wenn keine Schmerzen mehr auftreten – was bei einer Prellung übrigens genau so lange dauern kann wie bei einem Knochenbruch. Wenn es sich aber nur um eine leichte Prellung, Zerrung oder Überdehnung handelt, können Sportler bei sofortiger Behandlung schon nach drei bis fünf Tagen wieder fit sein. Muskelfaserrisse oder  Muskelrisse, die allerdings nur selten durch Prellungen herbeigeführt werden, sondern durch Zerrungen, erfordern dagegen mehrere Wochen Pause, damit sich keine Narben bilden, die besonders anfällig für erneute Verletzungen sind.

Um etwaigen  Fehl- und Überbelastung generell vorzubeugen, sollten sich die Sportler ausreichend lange aufwärmen. Dazu sind Dehnübungen und langsames Warmlaufen nach wie vor das Beste. Selbstverständlich ist, dass das Aufwärmtraining auf die jeweilige Sportart ausgerichtet ist  und zu großen Teilen unter den gleichen Bedingungen erfolgen sollte, unter denen später trainiert wird oder das Spiel oder der Wettkampf ausgeführt wird.  Konkret heißt dies, dass man zum Beispiel bereits dieselben Schuhe wie im Wettkampf, beziehungsweise Punktspiel, anzieht, um die Muskeln und Gelenke entsprechend zu belasten. Auf einen langen Trainingsanzug verzichtet man besser, denn zieht man diesen aus, kommt es zu einem Temperaturabfall, der die durch das Aufwärmen erweiterten Gefäße wieder verengt und somit das Verletzungsrisiko steigert. Bei einer Prellung, die kurz nach der Aufwärmphase erfolgen würde, könnte dies zu weiteren schweren Muskel- oder Muskelfaser-Verletzungen führen.

Sind die Fußgelenke eine bekannte Schwachstelle, so sollten Fußballer diese besonders schützen, zum Beispiel mit einem elastischen Verband. Dieser ist auch ein probates Mittel, um Prellungen besser kompensieren zu können. Wer eine Sportart ausübt, bei der bestimmte Verletzungen gehäuft auftreten, sollte eben mit entsprechender Schutzkleidung vorgebeugt werden. So zum Beispiel mit Knieschützern oder einer Fußmanschette beim Fußball oder Handball.

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