Welche persönlichen Strafen gibt es beim Basketball?

Wie bei den meisten Sportarten gibt es auch beim Basketball ein eindeutiges Regelwerk, welches sich grundlegend nach den Bestimmungen der FIBA (International Basketball Federation) richtet und auch persönliche Strafen enthält.

Zwar wird Basketball als ein nahezu körperloser Sport angesehen, jedoch gibt es, wie man an den verschiedenen Arten von Fouls erkennt, viele Regeln zu beachten. Zwischen der NBA und anderen Verbänden gibt es zwar sowohl kleinere Unterschiede bei der Vergabe der Fouls, als auch bei der höchst zulässigen Anzahl, welche letztlich zu einem Verlust der Spielberechtigung führt. Die maximale Anzahl persönliche Fouls ist pro Spiel auf 5, in der NBA jedoch auf 6 begrenzt.

Neben dem technischen, disqualifizierenden und dem unsportlichen (früher absichtlich) Foul gibt es auch das sogenannte "persönliche Foul" und wird vom Schiedsrichter an einen einzelnen Spieler dann vergeben, wenn dieser bei belebtem oder totem Ball den Gegenspieler absichtlich oder unabsichtlich durch blockieren, halten, stoßen, rempeln, Bein stellen oder die Fortbewegung eines Gegenspielers durch Ausstrecken von Hand, Arm, Ellbogen, Schulter, Hüfte, Bein, Knie oder Fuß behindert. Auch das Ziehen am Trikot wird als persönliches Vergehen gewertet. Ist der Gegenspieler an einer Korbwurfaktion behindert worden, gelten bestimmte Freiwurfregeln. War der Wurf des gefoulten Spieler erfolgreich, bekommt er zusätzlich einen Freiwurf. Ist der Wurf im 2-Punkte-Feldkorb-Bereich erfolglos, erhält der Spieler zwei Freiwürfe. Ein, durch ein Foul, erfolgloser Wurf aus dem 3-Punkte-Feldkorb-Bereich hat drei Freiwürfe zur Folge. Wird das Foul nicht bei einem Wurfversuch verursacht, so erhält die Mannschaft des gefoulten Spielers Ballbesitz und führt das Spiel mit einem Einwurf des Basketballs nächst der Stelle des Vergehens fort. Weitere persönliche Strafen beim Basketball erhält man beispielsweise durch Meckern gegen Schiedsrichter und Gegner, durch das Hängen am Ring (ohne Notwendigkeit) oder durch das Stören des Gegners durch Mimik und Gestik wie z. B. Schreien oder Klatschen während des Wurfversuchs.

Begeht ein Basketballer im laufenden Spiel fünf persönliche (in der NBA sechs), zwei unsportliche oder einen disqualifizierenden Regelverstoß, so hat dieser in der Fachsprache "ausgefoult", verliert die Spielberechtigung für das laufende Spiel und muss das Spielfeld verlassen. Dem Trainer ist es jedoch erlaubt Ersatzspieler unbegrenzt einzusetzen, um somit die Mannschaft auf dem Spielfeld wieder zu vervollständigen. Diese Regelung wurde 1945 von der FIBA, zeitgleich mit der Regelung des Auschlusses bei fünf persönlichen Strafen, eingeführt und hat bis heute, mit Ausnahme der geringen Unterschiede der verschiedenen Basketball-Verbände, Gültigkeit. Auch der Trainer einer Basketball-Mannschaft kann in einem Spiel persönliche Strafen erhalten und wird bei zweimaligem unsportlichen oder persönlichen Verhalten sogar disuqalifiziert. Weiter wird er disqualifiziert, wenn die Bank seines Teams drei technische Fouls erhalten hat, also z. B. das Reklamieren von Schiedsrichterentscheidungen oder das Anschreien des Gegners. Auch Regelverstöße wie das fehlerhafte Wechseln oder eine unzulässig erhöhte Anzahl von Spielern auf dem Feld, kann als technisches Foul geahndet werden und hat bei bestimmter Anzahl ebenso eine Disqualifikation des Trainers zur Folge.

Da die FIBA die Basketball-Regeln weltweit vereinheitlichen möchte, wurde 2008 z. B. auch beschlossen, dass keine sichtbaren T-Shirts unter der Spielkleidung tragen dürfen. Ist dies der Fall, muss der Spieler mit einer persönliche Strafe gegen ihn rechnen. Ebenso wurde bei dieser Neuanpassung der Regeln beschlossen, dass es als Regelverstoß gilt, wenn ein Spieler von unten in den Korb greift und den Ball berührt. Dieses "Stören des Balles" wird ebenso persönlich bestraft.

Durch die Vielseitigkeit der Regeln im Basketball, lässt sich erkennen, wie viel Disziplin dem Sport voraus geht. Gerade persönliche Strafen tragen zu einer fairen Partie zweier Mannschaften bei, sowie zum Überdenken der persönlichen Verhaltensweise.

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