Wie groß ist ein normaler Basketballkorb im Durchmesser?

Der Basketballkorb hat einen Durchmesser von 45,72 Zentimetern. Das krumme Maß ist darauf zurückzuführen, dass das Regelwerk des Basketballspiels in den USA entwickelt und als Korbdurchmesser 18 Zoll festgelegt wurde. Der Korb ist im Durchmesser um etwa 21 cm größer als der Ball. Für den Ball gibt der internationale Basketballverband eine Größe von 74,9 – 78,0 cm beim Umfang vor. Dies entspricht einem Durchmesser von 23,8 - 24,8 cm. Der in der NBA genutzte Ball hat im Umfang eine Größe von 74,93 - 75.88 cm. Im Frauen-Basketball beträgt der Ballumfang 72,5 - 73,7 cm und in der WNBA genau 72,5 cm.

Ein geworfener Ball, der zu einem Treffer führt, berührt meist zuerst die Innenkante des Korbrings. Lediglich steil einfallende Bälle können ohne Berührung des Korbrings durch das Netz fallen. Wenn ein Ball vom Korbring oder dem Brett abprallt und ins Feld zurück springt, wird dies im Basketball als Rebound bezeichnet. Ein Rebound kann von einem beliebigen Feldspieler aufgenommen werden. 

Der Basketballkorb ist unter den Feldspielen insofern einzigartig, als dass die Trefferzone in einer zweiten erhöhten Ebene liegt. Zwar geht es bei vielen Feldspielen um das Erzielen von Treffern, doch sind die umkämpften Zonen in der Regel Tore oder Markierungen im Feld. Bisweilen können auch gegnerische Spieler selbst die Trefferzone darstellen, wie etwa beim Völkerball. Bei Feldspielen, in denen Tore eingesetzt werden, findet oftmals eine Verteidigung des Tores durch einen speziellen Feldspieler statt. Im Basketball sind alle Spieler einer verteidigenden Mannschaft gleichermaßen daran beteiligt, einen erfolgreichen Korbwurf zu verhindern. 

Wenn sich das angreifende Team dem Korb nähert, erhöhen sich einerseits die Chancen auf einen Korbtreffer. Da der Korb aber in der Nahzone besonders intensiv verteidigt wird, ist ein ungestörter kontrollierter Abwurf des Balles nur noch selten möglich. Distanzwürfe bergen ein größeres Risiko für einen Fehlwurf, werden jedoch mit einer höheren Punktzahl belohnt. Würfe aus großer Entfernung erfordern eine hohe Ballkontrolle und die Fähigkeit, aus dem laufenden Spiel heraus rasch umzuschalten und die geeignete Körperspannung aufzubauen. Da das verteidigende Team Distanzwürfe zu unterbinden versucht, sobald es die Vorbereitung auf einen solchen Wurf erkennt, bleibt zur Durchführung nicht viel Zeit.

Das Wurftraining nimmt im Basketball eine wichtige Rolle ein. Hierzu zählen auch Freiwürfe, die von der Freiwurflinie ausgeführt werden und bei denen der Spieler nicht durch gegnerische Spiele behindert wird. Im Wurftraining wird dem Spieler neben der eigentlichen Wurftechnik auch der Abschluss aus unterschiedlichen Spielsituationen heraus beigebracht. Wichtig ist es, sich vor dem Wurf von äußeren Einflüssen freizumachen und sich voll und ganz auf den Abwurf zu konzentrieren. Bei der Ausführung zugesprochener Freiwürfe hat ein Spieler mit einem weiteren Problem zu kämpfen: Misslingt ihm der erste der beiden Freiwürfe, führt dies zu einer momentanen Verunsicherung. Das Selbstvertrauen des Spielers wird geschwächt und er befürchtet unbewusst, auch noch den zweiten Wurf zu vergeben. Dies führt oft dazu, dass beide Würfe misslingen. Im Wurftraining lernt der Spieler, einen misslungenen ersten Wurf abzuhaken und sich innerlich neu aufzustellen. Erfahrene Spieler konzentrieren sich vollständig auf den zweiten Wurf und lassen vom Gedanken an einen gescheiterten ersten Versuch ab.

Auch wenn jeder Spieler gleichberechtigt zur Verteidigung des eigenen Korbes eingesetzt werden können, agieren in direkter Korbnähe meistens besonders großgewachsene Mitspieler. Durch mit Absprüngen verbundene Eingriffe der Verteidiger lassen sich Wurftreffer oder Korbleger oftmals verhindern. Im Basketball kommen Regelverletzungen relativ häufig vor, da das Spiel weniger direkte körperliche Berührungen erlaubt als bei anderen Feldspielen üblich. Aus diesem Grund wird diese Ballsportart gelegentlich auch als kontaktlos bezeichnet, was jedoch eine unzulässige Übertreibung darstellt. Da bei einer geahndeten Regelverletzung das angreifende Team in Ballbesitz bleibt, muss eine effektive arbeitende Verteidigung auf regelkonforme Abwehrarbeit achten und Aktionen des Gegners möglichst gut antizipieren.

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