Wie trainiere ich die Abseitsfalle?

Es gibt ist eine Taktik, die im modernen Zeitalter der Video-Analysen bei Fußballspielen eine zentrale Rolle einnimmt und seit Jahren eingenommen hat: Die Abseitsfalle. Dabei versucht das abwehrende Team einen gegnerischen Angreifer ins sogenannte Abseits zu stellen oder laufen zu lassen. Und zwar unmittelbar bevor er von seinem Mitspieler angespielt wird. Dies bedeute wiederum, dass sich der angespielte Angreifer zum Zeitpunkt des Anspiels näher am Tor befindet als der Ball und der vorletzte Spieler der verteidigenden Mannschaft. Geschieht dies und trifft diese Spielsituation zu, dann muss der Schiedsrichter Abseits pfeifen, beziehungsweise dann müssen die jeweils zuständigen Linienrichter die Fahne heben, um das Abseits anzuzeigen. 

Zurück zu den Anfangsbemerkungen und der Beantwortung der Frage, wie eine Abseitsfalle trainiert werden kann. Die Bewegung der Abwehrspieler erfolgt wie oben angegeben entgegengesetzt der Angriffsrichtung und muss von jedem Defensivspieler wahrgenommen werden – worin aber gleichzeitig auch das große Risiko dieser Strategie liegt. „Verschläft“ nämlich ein Abwehrspieler den erforderlichen Einsatz, beziehungsweise Schritt nach vorne, dann ist die Abseitsfalle ad absurdum  geführt. Gelingt es nämlich nicht allen Abwehrspielern, rechtzeitig am Gegenspieler vorbeizukommen, und kommt dieser dann frei zum Schuss, ohne dass es zu einem Regelverstoß kommt, ist es kein Abseits, sondern das Tor wurde auf reguläre Art und Weise erzielt. 
Ebenfalls setzt diese Strategie aber voraus, dass die Abseitsstellung auch von dem Team der Unparteiischen  bemerkt und sofort geahndet wird. Und dies ist oftmals die entscheidende Fehlerquelle, die ein Spiel entscheidet. Denn es gibt keinen Videobeweis, auf denen sich die Schiedsrichter stützen können. Zudem ist die Entscheidung über Abseits oder nicht meist dem Versagen des Linienrichters in dieser Situation geschuldet. Steht dieser falsch zur Spielsituation. Hat dieser keinen Überblick über den laufenden Angriff und steht „falsch“ auf der Außenlinie, so kann er fast kaum korrekt anzeigen, ob eine Spielsituation Abseits ist oder nicht. Dabei ist den Linienrichtern in vielen Fällen überhaupt kein Vorwurf zu machen. Denn wo es um wenige Zentimeter geht, die den Unterschied zwischen Abseits oder nicht ausmachen, ist der Mensch die größte Fehlerquelle. 
Deshalb ist es wichtig, dass beim Training der Abseitsfalle stur der rechtzeitige Schritt geprobt wird. Und zwar so oft, dass es zu einem Automatismus wird, der immer greift, wenn die gegnerische Mannschaft angreift. Schneller nach vorne – so muss die Devise heißen, wenn beispielsweise eine Viererkette von Abwehrspielern – zwei Innenverteidiger sowie zwei Außenverteidiger – die Abseitsfall üben. Das wichtigste dabei ist, dass die Abwehrspieler ein Gespür dafür entwickeln, wann sie bei einem gegnerischen Angriff alle vorrücken müssen. Der Trainer muss dieses Übung ausführlich erklären und am besten mit Spielszenen per Video erläutern.

 

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