Was macht man am besten bei einer Bänderdehnung?

Gerade Sportler sind häufiger verletzt und ziehen sich eine Bänderdehnung zu. Bei Handballern, Fußballern oder auch Joggern passiert es schnell, dass sie nach einem Sprung ungünstig landen oder umknicken. Dementsprechend tritt diese Verletzung aber auch öfter im Alltag auf. Beim Stolpern über einen Bordstein, beim Treppenlaufen oder beim Waldspaziergang – einen Moment nicht aufgepasst und das Band ist überdehnt. Oft kann eine Überlastung die Verletzung begünstigt haben, die Ursachen können sehr unterschiedlich sein. Bänderdehnungen treten in den Gelenken auf. Davon betroffen sein kann das Knie, die Schulter, die Hand oder das Sprunggelenk im Fuß. 

Wer nach einer falschen Bewegung akut unter Gelenkschmerzen am Knie oder am Fuß leidet, kann sich zunächst mit einem Kompressionsverband aus dem Erste Hilfe Koffer behelfen, um z.B. das Anschwellen des Sprunggelenks etwas abzuschwächen. Auch nützt es, die Verletzung sofort zu kühlen. Das Eis oder das kalte Wasser sorgen dafür, dass der Schmerz gelindert wird und auch hierdurch kann die Schwellung etwas gemildert werden. Allerdings sollte das Eis nicht direkt auf die Haut gelegt werden, es könnte sonst zu Erfrierungen kommen. 

Am besten macht sich der Betroffene danach direkt auf den Weg zum Arzt. Es ist zunächst wichtig, feststellen zu können, dass es sich wirklich um eine Bänderdehnung und nicht um einen Bänderriss handelt. Wenn sich kein Bluterguss zeigt und die Schwellung gering ausfällt, könnte das der erste Hinweis darauf sein, dass eine Bänderdehnung vorliegt. Um aber den Bänderriss wirklich ausschließen zu können, tastet der der Arzt das betroffene Gelenk sorgfältig ab und prüft sowohl die Stabilität als auch die Funktionalität. Um abschließend Klarheit über die Verletzung zu erhalten, wird häufig noch ein Röntgenbild erstellt oder in manchen Fällen noch eine Kernspintomografie durchgeführt. Steht die Diagnose Bänderdehnung eindeutig fest, wird der Arzt entscheiden, ob der Verletzte noch ein Schmerzmittel einnehmen sollte. Auch Salben werden manchmal verschrieben. Danach kann der Patient wieder nach Hause laufen. 

In der Regel dauert es ein bis zwei Wochen, bis die Schmerzen verschwinden und die Schwellung abklingt. Damit die Bänderdehnung völlig ausheilen kann, sollte sich der Verletzte allerdings unbedingt an einige Grundsätze halten. Am einfachsten ist es, sich an den PECH-Regeln zu orientieren.

Das P steht hierbei für die erste Regel: die Pause. Je weniger das entsprechende Gelenk belastet wird, umso besser kann es sich regenerieren. Wenn das Knie oder der Fuß betroffen sind, sollte der Verletzte möglichste wenig laufen, um das entsprechende Gelenk zu schonen. 

Das E steht für Eis. Auch während der Ausheilung hilft es, die Verletzung zu kühlen. Die Schmerzen werden gelindert und die Schwellung geht schneller zurück. Auch hier ist es wichtig, wie im akuten Fall direkt nach der Verletzung, das Eis nicht direkt auf der Haut zu verteilen. 

Das C steht für Kompression, abgeleitet aus dem Englischen Wort compression. Wenn der Verletzte sich hierfür aus dem Erste Hilfe Koffer bedient, sollte er darauf achten, die Verbandsmaterialien wieder aufzufüllen. Auch hier geht es darum, das Abschwellen zu fördern. Gerade bei Verletzungen des Knies oder im Sprunggelenk wirkt ein Verband außerdem stabilisierend. Die Gelenke sind in diesem Zustand instabil und die Gefahr einer erneuten Verletzung kann so etwas gemildert werden. Trotzdem sollten die Bänder nicht mehr als unbedingt nötig belastet werden. 

Das H steht für Hochlegen. So oft es möglich ist, sollte z.B. das Bein hochgelegt werden. Um den Rückfluss des Blutes zu verbessern, sollte das Bein über Herzhöhe gelagert werden. Auch das wirkt sich positiv auf die Symptome aus. Das Hochlegen vermindert den Druck auf die Bänder und in das Gewebe der Verletzungsumgebung dringt weniger Blut ein.

Wenn die Schmerzen in den Bändern nachlassen und die Schwellung abgeklungen ist, kann der Sportler langsam wieder mit dem Training beginnen. Wichtig ist es, das Gelenk nicht in Gänze zu belasten, erst nach und nach kann normal trainiert werden. Wenn der Schmerz zurückkehrt, ist er häufig heftiger als zuvor, dann liegt auf jeden Fall eine Überlastung vor. Entsprechende Bandagen oder Stützstrümpfe können zusätzlich für besseren Halt sorgen. Wer die Verletzung nicht sorgfältig ausheilen lässt, kann dauerhaft Probleme bekommen. Daher lohnt es sich, die Symptome ernst zu nehmen und geduldig zu sein.

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