Wie trainiert ein Torhüter mit einem Rebounder richtig?

Der Torwart spielt eine zentrale Rolle in jeder Fußballmannschaft und dies nicht nur aufgrund der Tatsache, dass es ihn, anders als die zehn Feldspieler, pro Team nur ein einziges Mal auf dem Platz gibt. Der Torwart ist der zentrale Rückhalt im Defensivspiel einer Mannschaft und mit der wichtigen Aufgabe vertraut, dass eigene Tor vor gegnerischen Angriffen und Torschüssen zu verteidigen. Das richtige Training eines Torhüters ist aus den genannten Gründen extrem wichtig und insbesondere im modernen Fußball wird dem Bereich Torwarttraining eine enorm große Aufmerksamkeit geschenkt. Im Profibereich gibt es moderne und vielseitige Trainingsmethoden für Torhüter, wobei jeder Verein separate Torwarttrainer beschäftigt, welche sich ausschließlich und dauerhaft um die technische und taktische Ausbildung der Schlussmänner kümmern. Im Rahmen des Torwarttrainings gehören so genannte Rebounder beziehungsweise Rückprallwände zum Trainingsalltag. 

Weshalb ist das Training mit einem Rebounder für Torhüter so nützlich?

Mit Hilfe eines Rebounders beziehungsweise einer Rückprallwand können Trainer mit ihren Torhütern vor allem das Rückschlagspiel trainieren. Die Rückprallwand sorgt dafür, dass die Torhüter beispielsweise halbhohe Bälle zugeflogen bekommen, welche der Rückgabe eines Verteidigers gleichen. Die Torhüter müssen die Bälle möglichst sicher fangen und direkt verarbeiten können. Die Trainingsroutine mit der Rückprallwand sorgt dafür, dass die Keeper an ihrer allgemeinen Ballbehandlung, ihren Reflexen und ihrer Fangtechnik arbeiten können. Im modernen Torwartspiel sind Fähigkeiten wie Ballkontrolle extrem wichtig, da ein Torwart einen gefangenen Ball sehr schnell weiterverarbeiten muss, um seinen Mitspielern im Spiel beispielsweise die Chance auf einen aussichtsreichen Konter ermöglichen zu können. Wenn es um die Frage geht, wie man mit einem Rebounder "richtig" trainiert, so liegt die Antwort eigentlich auf der Hand: Das Torwarttraining sollte möglichst praxisnah sein und den Keeper in so viele spielähnliche Situationen wie möglich bringen. Diese können beispielsweise sein: Rückpass vom Verteidiger (flach oder mittelhoch per Kopf), mittelhoher durch den Strafraum fliegender "Abpraller", flacher und in eine der beiden Ecken platzierter Torschuss. Aus Sicht der Torhüter gibt es im Fußball immer wieder vorkommende Spielsituationen, welche mit einem Rebounder sehr gut und hilfreich simuliert werden können. 

Typische Übungsbeispiele für das Torwarttraining mit einer Aufprallwand

Folgende Übungen können mit Hilfe eines Rebounders im Torwarttraining durchgeführt werden: 

1) Torhüter wirft Ball gegen den Rebounder und muss den Abpraller anschließend fangen
2) Leichter Schuss gegen die Rückprallwand, ein Rückpass wird simuliert 
3) Torschuss des Trainers gegen die Rückprallwand, platzierter Torschuss wird simuliert
4) Reflextraining - Torhüter wirft Ball gehen die Wand und muss den Abpraller fangen
5) Techniktraining - Torhüter rollen den Ball gegen die Returnwand und müssen den Abpraller mit dem Fuß stoppen beziehungsweise kontrollieren

Natürlich sind die genannten Übungen nur beispielhaft. Insgesamt sind die Möglichkeiten beim Torwarttraining nahezu unbegrenzt und der Kreativität des Torwarttrainers sind keinerlei Grenzen gesetzt. Wichtig ist beim Training mit der Returnwand die Tatsache, dass der Einfallswinkel immer gleich der Ausfallswinkel ist. Wird die Wand in diesem Zusammenhang schräg angeworfen, kommt dementsprechend auch ein Abpraller mit einem gewissen Winkel zustande. Dies kann den Schwierigkeitsgrad für das Training natürlich erheblich erhöhen. Die Torhüter müssen Bälle und Flugkurven in diesem Zusammenhang auch richtig einschätzen können. Darüber hinaus besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass der Torwarttrainer die Rückprallwand in den Händen hält und sie kurz vor dem Aufprall des Balles dreht beziehungsweise dem Ball eine gewisse Richtung gibt. Der Torwarttrainer kann den Ball mit der Returnwand auch zurück "stoßen", was natürlich für eine deutlich höhere Geschwindigkeit des Balles sorgt. Die Rückprallwand ist ein perfektes Trainingsgerät für Torhüter, welches daher auch schon im Amateurbereich, ab einer gewissen Leistungsklasse, eingesetzt wird.

Fazit: Ein so genannter Rebounder (Rückprall- oder Returnwand) ist ein spezielles Trainingsgerät für das Training eines Torhüters. Mit Hilfe eines Rebounders können Keeper an ihrer Ballkontrolle und Ballbehandlung arbeiten. Auch Fähigkeiten wie Reflexe und die allgemeine Fangtechnik werden beim Rebounder-Training gefördert. Es gibt zahlreiche Übungen für das Rebounder-Training, wobei es sehr wichtig ist, dass praxisnahe und spieltypische Situationen simuliert werden (zum Beispiel ein flacher Rückpass eines Verteidigers oder ein platzierter Torschuss in die untere Torecke).

Andere Fragen, die Dich interessieren könnten:

Sind Sporttapes bei Schulterverletzungen sinnvoll?

Kann ich neben dem Krafttraining noch anders Muskeln aufbauen?

Ist Fußballtennis gut zum Aufwärmen geeignet?

Ist Zirkeltraining im Fitnessbereich effektiv?

Wie groß sollte eine Sporttasche beim Tennis sein?

Nach oben
;