Wie viele verschiedene Hantelscheiben gibt es?

Für das Muskeltraining mit Gewichtshanteln, sind Scheiben in verschiedenen Größen und Gewichtsklassen einsetzbar. Außerdem unterscheiden sich Hantelscheiben hinsichtlich des Durchmessers ihrer Bohrung – und dahingehend, ob sie aus Gusseisen bestehen oder aus anderen Materialien, die durch eine Gummierung ummantelt oder sogar verchromt sind. Ein weiteres Merkmal, in dem sich eine Hantelscheibe von anderen Modellen unterscheidet, ist die Art des Verschlusses, mit dem die Scheibe an der Hantelstange befestigt wird. Multipliziert man all diese Faktoren, also Gewicht, Material, Bohrung und Befestigungsart, so gibt es mehr als 150 verschiedene Sorten von Hantelscheiben. Wer nach einem Hantelset oder einer einzelnen Hantel für das Training daheim oder im Fitnessstudio sucht, sollte deshalb wissen, auf welche Kriterien er für seine persönlichen Bedürfnisse achten muss.

Material und Bohrung einer Hantelscheibe

Die meisten Hantelscheiben bestehen heute aus Gusseisen und sind mit einer 30 mm-Standardbohrung versehen. Derartige Modelle haben den Vorteil, funktional und günstig zu sein – und eine breite Auswahl an Scheiben zum Aufrüsten für die Hantel zu bieten. Die Herstellung erfolgt durch den Guss des Metalls – ein vergleichsweise günstiger Herstellungsprozess. Etwas kostenintensiver sind Hanteln, die mit einer Gummierung versehen sind. Das hat den Vorteil, dass die Hantel problemlos auf jedem Untergrund abgelegt werden kann – also beispielsweise auch auf empfindlichen Parkettböden. Allerdings bestehen derartige Modelle manchmal nicht aus einheitlichem Guss, sondern beispielsweise aus Beton. Besonders teuer sind verchromte Hanteln. Eine Hantelscheibe, die nicht nur funktional ist, sondern auch repräsentativ glänzt, ist jedoch für das Training nicht notwendig – um Effekte im Muskelaufbau zu erzielen, reicht eine günstige Guss Hantel völlig aus.

Eine solche gusseiserne Hantelscheibe passt sowohl an Kurzhanteln wie auch an Langhanteln mit dem entsprechenden Stangendurchmesser. Vor allem für das Training daheim ist eine Kurzhantel jedoch besser geeignet, denn wer hat zuhause schon den Platz für eine Hantelbank?

Neben dem Material ist auch die Größe der Bohrung ein wichtiger Faktor. Außer der weit verbreiteten Bohrungsgröße von 30 mm sind auch Modelle mit 50 mm-Bohrung erhältlich. Das ist die sogenannte Olympia Bohrung, die jedoch nur für wirklich hohe Gewichte notwendig ist. Hobbysportler, aber auch fortgeschrittene Bodybuilder benötigen in der Regel nur das 30 mm-System.

Der Einkauf von Gewichtsscheiben ist natürlich nur dann nötig, wenn man ein Hantelsystem mit austauschbaren Hantelscheiben nutzt. Wer hingegen Hanteln mit fixem Gewicht benutzt, bei denen die Gewichte also fest an der Stange angebracht sind, muss sich beim Umstellen auf eine neue Gewichtsklasse nach einer kompletten neuen Hantel umsehen.

Gewichte und Verschlussarten der Hantelscheibe

Scheiben für Hanteln sind in folgenden Gewichtsklassen erhältlich: 500 g, 1,25 kg, 2,5 kg, 5 kg, 10 kg, 15 kg, 20 kg und 25 kg. Selten werden auch Gewichtsscheiben mit 50 kg eingesetzt. Gerade für den Einsatz an einer Kurzhantel sind typischerweise Gewichte bis 20 kg gedacht – dabei muss man jedoch berücksichtigen, dass je Kurzhantel zwei Scheiben angebracht werden. Wer also beispielsweise mit zwei Kurzhanteln trainiert, sollte beim Einkauf von einem Scheiben- beziehungsweise Hantelset darauf achten, vier Gewichtsscheiben zu ordern. Um das Gewicht im Training mit Kurzhanteln möglichst vielfältig variieren zu können, ist es empfehlenswert, mehrere Hantelscheiben von jeweils 1,25 kg, 2,5 kg und 5 kg Gewicht anzuschaffen.

Die verschiedenen Befestigungsarten der Hanteln sind ein weiteres Kriterium, das beim Einkauf bedacht werden sollte. Die drei gängigsten Verschlussarten sind Federringe, Stellringe und Schaubverschlüsse mit Gewinde. Letztere passen nur an Hantelstangen, die ein passendes Gewinde besitzen. Sie haben den Vorteil, dass die Scheiben sicher sitzen ohne zu verrutschen – das Auf- und Abschrauben ist jedoch recht zeitaufwendig. Schneller, aber nicht ganz so bombenfest, sitzt eine Hantelscheibe, wenn sie mit Stellringen an der Stange fixiert wird. Allerdings wird für das Fest- und Losdrehen ein Imbussschlüssel benötigt. Am schnellsten lassen sich Gewichte an Hanteln mit Federringen anbringen, wodurch die Hantelscheiben an der Stange quasi festgeklemmt werden. Experten schätzen diese Befestigungsart jedoch als die unzuverlässigste ein, da die Federringe mit der Zeit verschleißen und an Halt verlieren. Für Einsteiger, die im Training mit eher leichten Gewichten, Kurzhanteln und wenig Überkopf-Übungen arbeiten, ist der Federring-Verschluss jedoch durchaus geeignet, vor allem, weil sich damit das Hantelgewicht schnell verändern lässt.

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