Wozu benötigt ein Volleyballtrainer einen Notizblock?

Ein Volleyballtrainer braucht neben Netz und Bällen zahlreiche weitere Hilfsmittel für ein effektives Training seiner Mannschaft. Zu diesen Trainingshilfen gehört auch der Notizblock. Das mag auf den ersten Blick verwundern, schließlich sollte der Trainer seine Augen auf dem Platz haben und sich nicht in ein Notizbuch vertiefen. Doch angesichts der komplexen Herausforderungen, die das Trainieren und Führen einer Volleyballmannschaft mit sich bringt, sind Notizen an vielen Stellen essentiell, um als Trainer den Überblick zu behalten.

Notizen zu Einzelspielern

In einer typischen Mannschaft sind in der Regel mindestens 12 bis 20 Spieler zu koordinieren. Allein deren jeweilige Profile, Spielstärke, individuelle Schwächen und Trainingsbedürfnisse kann ein Trainer kaum im Kopf behalten. Hinzu kommt in vielen Teams der häufige Wechsel – neue Spieler stoßen dazu, andere verlassen das Team. Da es die Aufgabe des Trainer ist, jeden Spieler einzeln so gut zu fördern, dass er seine optimale Leistungsfähigkeit erreicht, ist ein Notizblock in solchen Situationen unverzichtbar. Viele Trainer legen sich in ihrem Notizbuch beispielsweise pro Spieler eine Seite an, auf der sie in Stichworten die wichtigsten Leistungsdaten festhalten. Dort finden sich neben der Position, an der der Spieler eingesetzt wird, beispielsweise auch Anmerkungen zu technischen Schwächen, der Teamfähigkeit und dem Verhalten des Spielers in Drucksituationen. Denn auch diese Aspekte muss ein Trainer beim Zusammenstellen einer Spielmannschaft berücksichtigen: Nicht jeder Angreifer behält sein Selbstbewusstsein in komplizierten Situationen – und da Volleyball nur im Team gewonnen werden kann, sind auch Egomanen dort eher fehl am Platze.

Hinzu kommen Spieler-Kombinationen: Nicht jeder Mittelblocker ist neben jedem Außenangreifer effektiv einsetzbar. Dabei spielen sowohl Körpergröße und Sprungkraft wie auch die Chemie untereinander eine wichtige Rolle. Idealerweise kann ein Trainer seine Spieler so in der Aufstellung kombinieren, dass das Team eine geschlossene Einheit bildet. Die dafür nötigen Erkenntnisse ergeben sich im Training sowie im Wettkampf – und deshalb sollte der Trainer jederzeit sein Notizbuch zur Hand haben, um derartige Infos festhalten und für die Zukunft nutzen zu können.

Notizen zu Trainingsabläufen und Spieltaktiken

Neben den Profilen und Anmerkungen zu Einzelspielern und Spieler-Kombinationen ist ein Notizblock im Volleyballtraining auch für die Planung des Trainings und wichtiger Spielzüge sehr wertvoll. Mit einfachen Zeichnungen lässt sich das Spielfeld aufs Papier bringen – so werden Aufstellungsvorschläge am besten deutlich. Als Gedächtnisstütze lassen sich im Notizbuch auch misslungene Manöver und Spieler-Aufstellungen festhalten, so dass der Trainer durch Trial-and-Error-Methode die beste Spielaufstellung und Spieltaktik ermitteln kann.

Außerdem hilft ein Blick auf eine solche Zeichnung auch den Spielern, eine geforderte komplexe Übung schnell zu verstehen – dadurch können lange, ermüdende Erklärungen zu neuen Übungsabläufen vermieden werden. Für diesen Zweck ist es allerdings sinnvoll, nicht nur ein kleines Notizbuch oder einen Notizblock „am Mann“ zu haben, sondern auf etwas größerem Format die gewünschte Übung aufzuzeichnen, zum Beispiel auf einer Taktiktafel.

Notizen zu Regeländerungen

Neben den Trainingsnotizen und Infos zu Spieltaktik und -aufstellung macht ein Notizblock für Volleyballtrainer auch Sinn, um regeltechnisch ständig auf dem Laufenden zu bleiben. Denn in diesem Sport werden vom Verband häufig Regeln geändert, erweitert – oder wieder zurückgenommen. Da der Trainer seiner Mannschaft im Training die aktuell gültigen Regeln vermitteln muss, sollte er in seinem Notizblock eine Sektion für diese Infos freihalten. Das empfiehlt sich ohnehin, da viele Volleyballtrainer auch einen Schiedsrichterschein besitzen und – vor allem in den unteren Ligen – bei Spieltagen häufig als Hauptschiedsrichter agieren.

Notizbuch als Hilfe auch für Steller

Doch nicht nur für den Trainer eignen sich Notizen während des Trainings: In manchen Mannschaften verschafft sich auf diese simple Weise beispielsweise auch der Steller einen Überblick über sein Team und dessen Bedürfnisse. Dafür empfiehlt es sich beispielsweise, zu jedem Angriffsspieler ein Karteikärtchen anzulegen, auf dem dessen spezielle Vorlieben vermerkt werden. In kurzen Worten lässt sich beispielsweise festhalten, ob ein Angreifer Rechts- oder Linkshänder ist, kurz gestellte „Null-Bälle“ bevorzugt oder besonders sicher aus dem Rückfeld angreift. Dazu noch ein Foto des Spielers – und es lassen sich selbst bei einem großen Kader schnell einzelne Spielerprofile einprägen. Vor allem für Teams, in denen ein häufiger Wechsel stattfindet, hilft eine solche Liste dem Steller, sein Zuspiel jederzeit genau passend einstellen zu können.

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